Von Kronsohns Neugier wurde schon oft berichtet. So wundert es bestimmt niemanden, dass der kleine Prinz auch den Urlaub mit Vorfreude und Neugier anging. Am Anfang stand das große Ereignis, das schon Wochen vorher oft beredet wurde im Königshaus: die Fahrt mit dem wuschewusch-ICE. Es war ein ICE 3 wie Kronsohn lernte und beim mehrfachen Durchschreiten mit eigenen Füßen und Augen erlebte. “Hamburg, meine Perle” hieß es dann in den kommenden fünf Tagen oder auch: Auf der Reeperbahn nachts um halb eins. Für die Reeperbahn interessierte sich Kronsohn vor allem wegen seines Bahnhofs. Denn auch in der Hansestadt gibt es U- und S-Bahnen, die spannenderweise rot angemalt sind. Kronsohn konnte sich gar nicht satt sehen und verlangte nach vollendeter Fahrt nach hier und da stets, noch die Abfahrt des Zuges zu sehen.
In Hamburg, da gab es so viel spannendes zu sehen. Ganz oben auf der Liste: Boote. Oder besser: Fähren. Die sind fast genauso interessant wie Züge und man kann mit einem normalen Bahnticket mit ihnen das Hafenbecken durchstreifen. Und manchmal spritzt eine Fähre und macht ganz viel Schaum. Großartig!
Ansonsten gab es folgende wichtige Ereignisse, die er kleine Mann entdeckte: der große Bahnhof Altona mit ICE, Regionalzug, Interconnex und Autozug, die Modellbahnausstellung “Miniatur Wunderland” und das hohe Riesenrad (mit dem er doch lieber nicht mitfahren wollte). Im Gewürzmuseum schnupperte es gut und man konnte die Hände im Pfeffersack baden und ganz viel Paprika kosten. Im großen Park (Planten un Bloomen) gab es Skulpturen, einen See mit Fischen, Steinchen zum Inswasserwerfen, einen lustigen Wasserfall und einen tollen Spielplatz. Um auf der riesigen Rutsche ganz allein zu rutschen, kletterte der Prinz auf einen unglaublich hohen Berg. Beim Michel, dem berühmten Ausguck, nahm er lieber den Fahrstuhl – und eine Mütze, denn dort oben war viel Wind.
Ein anderer Tag führte Kronsohn in den Tierpark Hagenbeck. Dort fütterte er den Elmar (Elefant), fuhr Karussell und staunte über den Löwen, der knurrte (“Er wollte seinen Nachtisch haben”). An einem Tag gingen alle ohne Frühstück aus dem geborgten Zuhause (Vielen Dank für die Gastfreundschaft, liebe U.!). Da ging es zum Fischmarkt. Zur Überraschung der Eltern, die dachten, Kronsohn mag keinen Fisch, langte der Kleine ganz schön zu: Aal, diverse Räucherfische und gebratenen Fisch später zum Mittagessen. Das hat geschmeckt! Musik gab es auch, am Hafen machte der kleine Entdecker Bekanntschaft mit einer Drehorgel. Lustig, so ein Ding.
Ganz wichtig auch: Jeden Tag einen Apfel essen und Treppe steigt Kronsohn unter allen Umständen allein.
So geht es, wenn König, Königin und Kronsohn unterwegs sind.
DH