Kronsohns Blog

26. Oktober 2010

Findste blöd

Einsortiert unter: König, Prinzenreife — kronsohn @ 21:14

Königin hat viel zu lernen. Vor der Ankunft Kronsohns wusste sie nichts über kleine Prinzen und nun läuft sie staunend umher. Zum Beispiel ist es die Charakterbildung, von der sie gar nichts wusste. Sie kannte das unschöne Wort “Trotz” und hörte von Prinzen und Prinzessinnen, die sich um Staube wälzen, aber sie wusste nichts genaues. Und so traf es sie auch ganz unvorbereitet als Kronsohn kürzlich mit der Charakter-/Willensbildung begann.

Merken:
- die Trotzphase beginnt nicht im Alter von drei Jahren, meist endet sie sogar dann schon wieder
- es macht keinen Sinn, einem Prinzen Entscheidungsfragen vorzulegen wenn er außer Rand und Band ist
- “Papa weg” oder “Mama weg” ist kein Mißtrauensvotum und kein Ausdruck mangelnder Verbundenheit
- Kronsohn hat einen granitharten Dickschädel

König und Königin staunen über die täglich aufs neue demonstrierte Willenskraft ihres kleinen Rumpelstilzchens. Aber sie müssen auch schmunzeln, denn Kronsohns neue Lieblingswendungen sind zu niedlich: magste nicht, findste blöd. Er ist halt sprachkreativ, begnügt sich nicht mit dem immer gleichen “nein”.

DH

8. November 2009

Der frühe Vogel

Einsortiert unter: König — kronsohn @ 23:06

Süß ist er ja – wie er so da liegt und schläft. Süß auch, wie er beim Einschlafen mit seinen zarten Fingerchen in die Augen des Königspaars sticht. Süß, wie er beim Aufwachen als erstes lächelt.

Allerdings, letzteres gilt nicht morgens. Wenn Kronsohn morgens um 5.00 Uhr aufsteht haben seine Eltern nur selten Lust und Laune sein Strahlen zu loben. Davon sind sie weit entfernt. Sie greifen in die Trickiste und rechnen Kronsohns Gesamtstundenschlaf auf. Mit würdevollem Köpfenicken bereden sie sich und verkünden die Erkenntnis: Er schläft zu wenig. Er ist ja übermüdet. Er weint ja soviel.

Das Königspaar bleibt fest überzeugt, geferbert wird nicht. Dennoch wird die Überlegung diskutiert – wie kann der Nachwuchs überredet werden, morgens länger zu schlafen. Im Elternbett? Im Babybett? Später ins Bett oder früher? Mehr Tagesschläfchen oder weniger? Regelmäßigkeit und Bedarfsschlaf?

Zwischenstatus dieser Diskussion: Es wird gewartet ob es sich verwächst.

28. Juli 2009

Ende der Babyzeit

Einsortiert unter: König — kronsohn @ 18:59

Kronsohn wird versetzt

Die großen Mädchen hatten Zeugnistag. Kronsohn auch. Er wird nun versetzt in die Krabbelklasse. Von einem Tag auf den anderen wurde aus dem Liegling ein Krabbling. Innerhalb von 2 Tagen hat er alle Zimmer des Palastes selbst mindestens einmal erkrabbelt.

König ist manchmal ein wenig erstaunt, dass Kronsohn immer strikt nach Plan seine Sprünge hat und deshalb einige Tage weinerlich wird. Aber auch der Sprung ist vorbei und nun lacht Kronsohn wieder sein einmaliges Lachen und – krabbelt.

Oder spielt konzentriert. Denn das kann er nun auch.

An3

30. April 2009

Schon wieder ein Rückblick

Einsortiert unter: König — kronsohn @ 12:05

Es wird Frühling. Es wird wärmer. Der Optimismus kehrt zurück.
Oder: Die Entspannung kehrt zurück. Vielleicht bin ich, König, deshalb in letzter Zeit so viel müde. Es läuft halt. Es gibt nichts zu tun. Die Familie findet sich nun langsam. Der König kann schlafen gehen.
Ich bin froh, dass Zeit bleibt fürs bloggen. Ich bin froh, dass der Kronsohn seinen Schwimmkurs macht (obwohl ich gern noch viel mehr Kurse mit ihm machen würde). Ich bin froh, dass Königin endlos Geduld mit dem Prinzen hat und immer alles positiv mit ihm sieht.
Ich denke langsam daran, man könnte wieder über Greifswald nachdenken. Oder so Sachen.
Aber ausgerechnet am Feiertag (4. Monat und 5. Monat) bin ich so wenig in Feierlaune. Auch der Eisgutschein verfiel. An anderen Tagen ist dafür Feiertag. So zwischendurch. Wenn wir zu dritt auf dem Balkon liegen und der Prinz nackt herumstrampelt. Oder wenn wir zu fünft Geschichten vorlesen und wirklich alle zuhören. Oder wenn wir zu zweit Ortsteilakteure kennenlernen.
Naja, wie es halt so geht. Aber eine Belohnung für das Königspaar selbst steht wohl noch aus.

30. März 2009

Ende der Elternzeit

Einsortiert unter: König — kronsohn @ 14:33

Traurig ist der König

Traurig ist der König darüber, dass Kronsohn nun schon so groß ist. Er liegt nicht mehr auf Königs Bauch und wenn doch, wird er König zu schwer.

Er ist nicht mehr so ein kleines niedliches Ding; sondern wach, groß, aufmerksam; der Moment des Wunders ist vorbei. Kronsohn ist nicht mehr das Neugeborene, ist jetzt Tragling.

Und jetzt beginnt die bezahlte Arbeit wieder. Irgendwie wird es auch dafür Zeit. König merkt, wie er nach der schönen, intensiven Zeit in der Höhle, wieder an Leben in der Welt denkt, an Fahrradanhänger, an Urlaube, an einen Kronsohn, der schon sitzen kann. Und auch an Arbeit denkt.

Nun beginnt ein neues Kapitel. Im Grunde: Jetzt erst wird es ernst. Kronsohn wird nun Kind. Alltag nähert sich.

An3

1. März 2009

Bilanz

Einsortiert unter: König — kronsohn @ 14:22

Noch mal gut gegangen

Am Anfang, wie vom König am 29.11. geschrieben, stand Bange. Aber Bange gilt nicht. Deshalb hieß die Losung: alle Kraft voraus.

König ist froh, dass er 3 Monate Elternzeit hatte. Ohne diese Auszeit wäre es nicht gegangen. Königin brauchte den König. Nicht so sehr für die Frage, wie man die Windel hält oder wann man stillt oder auf welche Weise man duscht, wenn das Baby weint. König war eher vonnöten, wenn für Königin mal zuviel Dinge auf einmal geschahen. Dann konnte König zwar auch nichts tun, denn an der verdrehten Tatsache, dass mit dem ersten Kind zugleich das dritte kam, konnte auch König nichts ändern; er konnte nur Geduld zeigen.

Königs Traum ist, dass alle fünf am Tisch sitzen und sich aneinander freuen. Manchmal gelingt es, manchmal ist dann doch zuviel Stress und alle sitzen nur aus Pflichtgefühl, und das ist auch doof. Aber wenn es klappt, dann freut sich König um so mehr. Wenn die Kinder vorsichtig mit dem Kronsohn spielen, ihm etwas singen, die Königin nachmachen.

König ist erleichtert, dass die Kämpfe relativ konstruktiv ausgetragen wurden; die Kämpfe um Zeit des Königs für Kronsohn, für Königin, für die Kinder, für das Hobby, für die Arbeit.

Und ganz nebenbei ist der Kronsohn herangewachsen und hineingewachsen in das Kuddelmuddel und kein Neugeborener mehr, schon ein großer Kronjuwel.

An3

28. November 2008

Wie es wohl wird

Einsortiert unter: König — kronsohn @ 14:10

Erwartungen

Man weiß ja nichts, also vorher weiß man nichts, man weiß ja noch nicht einmal, dass man König sein wird. Vielleicht gibt es Leute, die wissen vorher alles genau, die haben alles gelesen, alles im Fernsehen gesehen und alles von den Großeltern gesagt bekommen. Aber ich weiß vorher nichts.

Das ist vielleicht komisch, weil ich ja schon 2 Kinder habe und ich deshalb schon alles genau wissen müsste. Eigentlich.

Aber dann ist halt doch alles anders. Zum Beispiel: Schon kurz nach der Geburt des Kronsohn sagte die Königin, wir brauchten eine Internetseite mit König, Königin und Kronsohn. Wer hätte das vorher ahnen können?

Ich habe ja eher an so andere Dinge gedacht. Zum Beispiel: Wird wohl die Königin mit dem Aufräumzustand der Wohnung zufrieden sein oder wird sie mit dem Baby auf dem Arm herumlaufen und auf Kisten zeigen, die immer noch nicht aufgeräumt sind? Ich habe an so Dinge gedacht wie: Wie werden ein Philosophenkönig und eine Minnekönigin zusammenleben können? Der eine sagt, lass uns nachdenken, die andere sagt, ich fühle gerade so und so. Wie wird es werden, wenn Königin ihr erstes Kind bekommt und gleichzeitig schon zwei Kinder herumspringen? Wie werden die Eifersuchten der Königin, der Kinder, des Babys sein? Wird König auch mal eine Minute Zeit haben, Luft zu holen oder wird er ständig eingespannt sein mit der Aufgabe, einer neumodischen Familie ohne Zentrum doch ein Zentrum zu geben?

Eigentlich kann die Konstellation nur aus dem Gleichgewicht kommen, es bleibt im Grunde nur abzuwarten, wann und wie es geschehen wird. Hinterher wird man schlauer sein.

An3

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